Tapezieren

Sie brauchen einen Tapetenwechsel? Kein Problem! Wir helfen Ihnen, Ihren Wunschraum neu zu gestalten.

Das brauchen Sie:

 

  1. Tapete
  2. Tapetenkleister
  3. Großer Pinsel oder Quast
  4. Tapeziertisch
  5. Leiter
  6. Eimer zum Anmischen des Kleisters
  7. Bleistift
  8. Cutter und evtl. große Schere
  9. Zollstock

 

Profitipps

Wichtig beim Tapetenkauf:

Die Formel Raumumfang (in m) mal Raumhöhe (in m) geteilt durch 5 ergibt die benötigte Rollenzahl (gilt für Eurorolle, Rollenmaß 0,53 x 10,0 m).

Rechnen sie Fenster- und Türaussparungen als Wandfläche. Dadurch kalkulieren Sie genügend Verschnitt auch für Tapeten mit Muster. Achten Sie beim Zuschneiden von Mustertapeten auf die Musterhöhe, auch Rapport genannt (Angaben dazu liegen der Tapetenrolle bei), damit Sie die Bahnen richtig ansetzen und das Muster gleichmäßig verläuft. Verwenden Sie für zusammenhängende Wandflächen nur Tapeten mit gleicher Anfertigungsnummer, um Farbabweichungen zu vermeiden.

Achten Sie bei der Wahl des Kleisters darauf, dass er für den Untergrund und die Tapetenart geeignet ist.

Wandhöhe in m Raumumfang in m
10 12 14 16 18 20 22 24
2,1 - 2,3 m 5 5 6 7 8 9 10 11
2,3 - 2,4 m 5 6 7 8 9 10 10 11
2,4 - 2,6 m 5 6 7 9 10 11 12 13
2,6 - 2,7 m 6 7 8 10 11 12 12 14
2,7 - 2,9 m 7 8 9 11 12 13 14 15
Raumumfang in m
Rollen 9-12 13-15 17-18 20-21 22-24 26-27 29-30
2 3 4 6 7 9 10

Vliestapeten
Die komfortable Wahl: Vliestapeten sind leicht zu verarbeiten, denn der Kleber wird direkt auf die Wand aufgetragen. Im Gegensatz zu anderen Tapeten dehnen sie sich nicht aus, wenn sie feucht werden und ziehen sich beim Trocknen nicht zusammen. Besonders praktisch: Sie können einfach bahnenweise trocken von der Wand abgezogen werden.

Papiertapeten
Die klassische Wahl: Papiertapeten werden auf dem Tapeziertisch eingekleistert und nach kurzer Einwirkzeit an die Wand gebracht. Sie lassen sich gut überstreichen und sind meist etwas günstiger als Vliestapeten.

Die Wirkung von Farben:

Einladend und nah
Dunklere und warme Farbtöne verkürzen optisch die Raumtiefe. So vermitteln selbst große Räume ein Gefühl von Gemütlichkeit und Geborgenheit, ohne dabei ihre Großzügigkeit zu verlieren.

Offen und weit
Helle und kühle Farbtöne verleihen den Räumen mehr Weite und Offenheit. Grenzen werden optisch aufgehoben und selbst in kleinen Räumen erlebt man ein neues, größeres Raumgefühl.

Mehr Tiefe
Eine Wand in einer dezenten, eher kühlen Farbe (z.B. hellblau) kombiniert mit neutral hellen Wänden verleiht dem Raum extra viel Tiefe.

 

Die Wirkung von Mustern:

Durch Längstreifen sehen Räume höher aus und kleine Muster oder Unis lassen Räume größer erscheinen. Setzen Sie auffällige Muster sparsam ein und kombinieren Sie mit Uni-Flächen, dann wirken sie am besten.

Tapezieren - Schritt für Schritt

Tapeten zuschneiden

Schritt 1:
Für die Länge der Tapete sollte, an mehreren Stellen gemessen, die größte Höhe der Wand als Richtwert genommen werden (zusätzlich 10 cm dazugeben).

Schritt 2:
Die Tapete auf dem Tapeziertisch abrollen, die Bahnlänge abmessen und die Schnittkante einzeichnen.

Schritt 3:
Die erste Tapetenbahn abschneiden.

Schritt 4:
Diese Bahn wird als Muster für alle weiteren vergleichbaren Bahnen dieser Länge benutzt.

Schritt 5:
Die Tapeten mit der Vorderseite nach unten auf dem Tapeziertisch ausbreiten und von der Mitte aus einkleistern.

Schritt 6:
Die eingekleisterte Bahn an den Enden um etwa ein Drittel einschlagen und zum Einweichen zur Seite legen. Nun weitere Bahnen einkleistern und einweichen lassen.

Wände tapezieren

Schritt 1:
Die erste Bahn wird an einer Fensterwand beginnend so angeklebt, dass die Bahn an der Kante der Laibung etwas übersteht und eingeschnitten wird. Nun diesen Teil umschlagen.

Schritt 2:
Ein entsprechender Passstreifen wird in die Laibung eingeklebt.

Schritt 3:
Am Fenster beginnend tapezieren Sie in den Raum hinein und haben dadurch bei gelegentlichen leichten Überlappungen keine störenden Schatten.

Schritt 4:
Auch beim Fenstersturz werden die Bahnen um die Ecke geklebt. Bei tieferen Stürzen muss auch hier wieder ein Passstreifen eingeklebt werden. Tapezieren Sie nun die andere Raumhälfte vom Fenster beginnend.

Decke tapezieren

Schritt 1:
Nachdem so viele Bahnen zugeschnitten und eingekleistert sind, wie sie für eine Decke benötigt werden, sollte auch hier an der Fensterwand mit dem Ankleben begonnen werden. Bei zwei Fenstern sollte man dort beginnen, wo der Lichteinfall am stärksten ist.

Schritt 2:
Die Deckenbahnen werden wie eine Ziehharmonika zusammengefaltet, dürfen aber nicht geknickt werden.

Schritt 3:
Die oberste Falte der Tapetenbahn wird aufgeklappt und an der Decke angesetzt. Sie wird mit der Hand leicht in die Ecke gestrichen und, erst wenn sie richtig sitzt, behutsam mit der Tapetenbürste angedrückt. Danach werden die nächsten Falten aufgeklappt und mit der Bürste festgedrückt. Es muss immer sorgfältig darauf geachtet werden, dass der Tapetenrand entlang der Markierungslinie (am Deckenende oder an der vorhergehenden Bahn) verläuft.

Tipp:
Ein Helfer kann den zusammengeklappten Rest der Tapete mit einem Besen abstützen, wenn er nicht auf dem Gerüst steht.

Tipps und Tricks

Tipp 1:
Mit dem Scherenrücken wir das überstehende Ende der Tapetenbahn an der Knicklinie Wand/Decke markiert. Die Tapete wird etwas abgezogen und entlang des Knicks wird der Deckenbeschnitt vorgenommen.

Tipp 2:
Um an den Fußleisten einen sauberen Abschluss zu erhalten, wird der Überstand an der Kante des Tapezierlineals abgerissen oder mit einem scharfen Messer abgeschnitten.

Tipp 3:
Um den Beschnitt von Steckdosen und Schaltern mit der gewünschten Sauberkeit durchzuführen, sollten die Abdeckungen abmontiert und über die Dose tapeziert werden (Strom abstellen!). Dose freischneiden und Abdeckung montieren.