Treppen einbauen

Treppen sind Bauelemente, die vor allem mit der Architektur des Hauses harmonisieren sollten. Verschiedene Treppenarten erlauben eine individuelle Gestaltung je nach Anforderung und Geschmack. Einbautipps erhalten Sie in dieser Anleitung.  
 

Die Werkzeuge

  1. Zollstock
  2. Wasserwaage
  3. Bohrmaschine
  4. Schraubenzieher
  5. Hammer
  6. Kanthölzer
  7. Distanzblöcke
Die passenden Bohrmaschine finden Sie hier in unserem Online Shop
 
 
 

Kleines Treppenlexikon

  1. Antritt/Antrittsstufe:

     

    Erste Stufe der Treppe am Boden.

     

  2. Ausladung:

    Das horizontale Maß, gemessen vom Treppenantritt bis zur Wand, an der die Treppe anliegt.

  3. Geschosshöhe:

    Senkrechtes Maß von der Fußbodenoberkante des unteren Stockwerks bis zur Fußbodenoberkante des oberen Stockwerkes.

  4. Lichte Raumhöhe:

    Senkrechtes Maß von der Fußbodenoberfläche bis zur Unterkante der Decke.

  5. Neigung:

    Je geringer desto besser zu begehen. Bei Wohnungstreppen ist eine Neigung zwischen 40 Grad und 45 Grad normal.

  6. Podest:

    Treppenabsatz am Anfang oder Ende eines Treppenlaufes. Ein Zwischenpodest muss nach maximal 18 Steigungen angeordnet sein.

  7. Richtscheit:

    Eine lange, gerade Latte, welche zum Ausrichten von Gegenständen benutzt wird.

  8. Wangen:

    Die Wangen tragen die Stufen und können entweder seitlich oder unterhalb der Stufen angebracht sein.

 
 
 

Treppenarten

  1. Bodentreppe: Problemlöser
  2. Raumspartreppe: platzsparend
  3. Spindeltreppe: bequem zu begehen
  4. Systemtreppe: individuell & flexibel
  5. Systemtreppe: mit klassischer Stufenform
 
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Treppen einbauen - Spindeltreppen

Die Kante des Obergeschosses wird mit einem Richtscheit und der Wasserwaage auf den Boden herunter geleitet. Markieren Sie sich diesen als Mittelpunkt.   Auf dem markierten Mittelpunkt verschrauben Sie die Grundplatte der Treppenspindel im Boden. Bohren Sie bis in den Beton des Bodens und setzen Sie mindestens vier Dübel ein.
 
Die Grundplatte der Spindel verschwindet unter der mitgelieferten Abdeckung. Nun werden abwechselnd die Zwischenringe und die einzelnen Stufen über die Spindel geschoben. Richten Sie die oberste Stufe (das Podest) auf dem Boden exakt aus.   Mit kurzen Gewindestangen wird die Verbindung der Stufen untereinander gesichert. Darüber werden passende Distanzstücke geschoben, die in ihrer Länge genau der der Zwischenringe entsprechen.
 
Die Gewindestangen ziehen Sie von der Stufenunterseite aus fest. Die Distanzstücke sollten Sie dabei so ausrichten, dass sie mittig stehen und beim Festschrauben nicht verkanten.   Die letzte Stufe, das Podest, fixieren Sie sowohl an der Spindel als auch an der oberen Geschossdecke. Verdübeln Sie zwei Stahlwinkel so, dass die Oberkanten von Stufe und Geschossdecke flächenbündig sind.
 
Als oberen Anschluss aller Stufen drehen Sie eine Spannmutter auf die Gewindestange der Spindel. Sie hält alle Stufen zusammen. Darüber wird die Spindelverlängerung geschoben.   Die Geländerstützen für das Obergeschoss verdübeln Sie im Boden. Das Geländer ist später sowohl mit dem Geländer des Obergeschosses als auch mit der Spindelverlängerung verbunden.
 

Treppen einbauen - Bodentreppen

Der Deckenausschnitt muss genau den Maßen des Leiterkastens angepasst werden. Hierbei ist die Beratung/Hilfe eines Fachmanns ratsam.   Mit einem Latten-T stellen Sie sicher, dass der Leiterkasten geschlossen während der Montage genau mit der Unterkante der Decke abschließt.
 
Verdübeln und verschrauben Sie den Kasten durch dessen Laibung hindurch. Rechnen Sie mit mind. vier langen (100mm) Schrauben je Längsseite und je zwei pro Kopfseite.   Die Randabdeckleisten werden auf 45°-Gehrung geschnitten ( d.h. die Hölzer werden abgeschrägt um eine 90°- Eckverbindung zu erhalten), bevor sie von unten mit dem Kasten vernagelt werden.
 
 
Schieben Sie nun das Unterteil der Leiter ein und fixieren Sie es mit den dazugehörigen Stoppern.  
 
Der untere Treppenteil liegt auf einem Hocker/Tisch auf, da er ggf. zu lang ist. Man legt ein Richtscheit (Holzlatte) an und misst bis zum Boden. Dann hält man das Richtscheit an den abgewinkelten unteren Teil und kann die Treppe an der richtigen Stelle kürzen, damit sie sicher auf dem Boden steht.

 

Nun die an beiden Seiten gekürzte Leiter ausklappen. Sie muss insgesamt eine gerade Linie ergeben und fest auf dem Fußboden aufsitzen. Erst wenn sie stabil steht, erfolgt die Generalprobe.   Zum Schluss können Sie die Bodentreppe tapezieren oder streichen, damit sie sich unauffällig in die Decke integriert