Treppenlexikon

Das Treppenlexikon erklärt Ihnen themenrelevante Fachbegriffe und hilft Ihnen, die für Sie passende Treppe auszuwählen.
 

Antritt /Antrittsstufe

Erste Stufe der Treppe am Boden (unten)

Aufgesattelte Wangentreppe

Als aufgesattelte Wangentreppen bezeichnet man Holztreppen, bei denen die Stufen auf unterliegenden Wangen aufgelegt sind.

Auftritt

Auch Auftrittstiefe oder Auftrittsbreite genannt; im Gegensatz zur vollständigen Stufentiefe ist die Auftrittstiefe nur der Anteil der Stufentiefe, welcher nicht durch die nächsthöhere Stufe überlagert wird.

Ausladung

Das horizontale Maß, das gemessen vom Treppenantritt bis zur Wand, an der die Treppe anliegt.

Austritt

Ende der Treppe oder die letzte (obere) Stufe.

Bodengurt

Die Leiste am Boden eines Brüstungsgeländers, in welche die Geländerstäbe befestigt werden; gewöhnlich auf dem Fußboden montiert.

Bodentreppe

Raumsparende Einschubtreppe, mit der sich Dachböden problemlos erschließen lassen.

Deckenöffnung

Aussparung in Geschossdecken, durch welches die Treppe hindurch geführt werden soll.

DIN 14975

Anforderungen, Kennzeichnung und Prüfung für Bodentreppen

DIN 18065

Festlegung der Definitionen, Messregeln und Hauptmaße für Treppen im Bauwesen; diese Norm gilt jedoch nicht für Einschubtreppen (Bodentreppen)

Gehbereich

Der Gehbereich liegt bei Treppen mit einer Laufbreite bis 100 cm im mittleren Bereich der Treppe und hat eine Breite von 2/10 der gesamten Treppenlaufbreite.

Geschosshöhe

Senkrechtes Maß von der Fußbodenoberkante des unteren Stockwerks bis zur Fußbodenoberkannte des oberen Stockwerks.

Handlauf

Griffgerechtes Bauteil als Gehhilfe am Geländer oder an der Wand angebracht. Ein Handlauf muss bequem benutzt werden können und darf daher nicht niedriger als 80 cm und nicht höher als 115 cm ab Vorderkante Stufe angebracht werden.

HDF

Hochdichte Faserplatte; ein Holzwerkstoff

Lichte Raumhöhe

Senkrechtes Maß von der Fußbodenoberfläche bis zur Unterkante der Decke

Lichter Abstand

Der lichte Abstand zwischen 2 Geländerstäben darf gemäß DIN 18065 maximal 120 mm betragen.

Mittelholmtreppe

Treppen, deren Stufen mittig durch einen Stahlholm gestützt werden; werden vor allem im Raumspartreppenbereich eingesetzt.

Neigung

Je geringer die Neigung der Treppe, desto bequemer ist die Treppe zu begehen. Bei Wohnungstreppen ist eine Neigung zwischen 40 Grad und 45 Grad normal.

Notwendige Treppe

Eine Treppe, die nach baurechtlichen Vorschriften unbedingt vorhanden sein muss. An diese Treppen werden Mindestanforderungen gestellt, um deren sichere Benutzbarkeit (beispielsweise im Brandfall) zu gewährleisten.

Podest

Treppenabsatz am Anfang oder Ende eines Treppenlaufes. Ein Zwischenpodest muss nach maximal 18 Steigungen angeordnet werden.

Raumspartreppe

Raumspartreppen fordern nur einen geringen Platzbedarf und sind besonders für den Dachgeschoßausbau geeignet.

Richtscheit

Eine lange, gerade Latte, welche zum Ausrichten von Gegenständen benutzt wird.

Schrittmaßregel

Die Schrittmaßregel ist eine Bequemlichkeitsformel zum sicheren und bequemen Begehen einer Treppe. Sie lautet: 2 x Steigung + Auftritt = 59 bis 65 cm. Ideal sind 63 cm. Diese Formel resultiert daraus, dass beim Spazierengehen eines Menschen seine Schrittlänge 63 cm beträgt. Beim Treppensteigen verkürzt sich die Schrittlänge, da zusätzlich zur Waagerechten auch ein Höhenunterschied überwunden werden muss.

Setzstufen

Senkrechtes Stufenteil zwischen zwei Trittstufen. Sind Setzstufen zwischen den Stufen angeordnet, so spricht man von einer geschlossenen Treppe.

Spindeltreppe

Das wohl beliebteste Treppenmodell; gewendelte Treppenform, bei der die Wegführung einer Helix entspricht und durch eine zentrale Säule (oder Spindel) getragen wird.

Steigungshöhe

Höhe, die der Fuß von einer zur nächsten Stufe überwinden muss.

Stufenanzahl

Aus der Schrittmaßregel ergibt sich bei einem Einfamilienhaus mit einer Geschoßhöhe (einschließlich Decke) zwischen 260 und 290 cm eine ideale Steigungsanzahl von 14 bis 16 Steigungen, das ergibt 13 bis 15 Treppenauftritte.

Stufenstärke

Dicke des Stufenmaterials; die meisten Wohnungstreppen werden mit einer Stufenstärke von 40 mm gefertigt.

Treppenauge

Als Treppenauge wird der freie Raum bezeichnet, welcher von Treppenlauf, Treppenpodest und Treppengeländer umschlossen wird.

Wangen

Die Wangen tragen die Stufen und können entweder seitlich oder unterhalb der Stufen angebracht sein. Man spricht dann von einer eingestemmten bzw. einer aufgesattelten Wangentreppe