Rasen anlegen & pflegen

Ein satter grüner Rasen ist kein Zufall.
Lesen Sie hier, wie er auch bei Ihnen wächst.

Wer wünscht sich nicht einen dichten kräftigen Rasen? Er ist der Mittelpunkt des Gartens und bietet unzählige Möglichkeiten der Nutzung und Gestaltung. Eine rechteckige oder leicht gewundene Grünfläche in der Mitte des Gartens ist kinderleicht gesät und lädt zum Erholen und Genießen ein. Überlegen Sie sich vor der Aussaat, wofür Sie die Rasenfläche nutzen möchten. Denn es gibt viele unterschiedliche Saatmischungen für Rasen, der unterschiedlich belastbar ist.
  • Scheint auf Ihren Garten seltener das Sonnenlicht, sollten Sie sich für Schattenrasen entscheiden. Seine Gräser sind äußerst widerstandsfähig gegen Moos und Unkraut.
  • Haben Sie Kinder? Dann sollten Sie den so genannten Strapazierrasen wählen. Er ist besonders robust und regeneriert sich schnell. Sie können selbst sehen, wie widerstandsfähig diese Sorte ist: Fußballer tragen auf diesem Rasen ihre Spiele aus.
  • Wenn Sie sich einen besonders zarten und ebenmäßigen Rasen wünschen, ist der klassische englische Rasen (Zierrasen) die richtige Wahl für Sie. Diese edle Sorte ist vor allem etwas zum Anschauen. Der Rasen ist nicht besonders belastbar und dazu sehr pflegeintensiv.

Rasen neu anlegen

Am Besten gedeiht Rasen auf einem Mutterboden von 15-20 cm Tiefe. Damit die Gräser nicht zu viel Feuchtigkeit von unten aufnehmen, sollten Sie bei lehmigem Untergrund Quarzsand beimischen, um ihn aufzulockern (etwa 2-3m³ auf 100m²). Sandiger Boden wird durch eine Beigabe von Torf (1-2 Ballen auf 100m²), Rindenhumus oder Komposterde vor Austrocknung geschützt. Den idealen pH-Wert des Bodens von 5,5 bis 7 können Sie leicht mit unseren Teststäbchen überprüfen. Lesen Sie weiter und Sie erfahren, wie Sie Schritt für Schritt Ihren eigenen Rasen einsäen.


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Entfernen Sie ca. vier Wochen vor der Aussaat Steine und Wurzelreste aus dem Boden und lockern Sie die Erde mit einem Kultivator. Bearbeiten Sie dann die Fläche diagonal und über kreuz mit einem Rechen.

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Ebnen Sie den Boden mit einer Gartenwalze erst längs, dann noch einmal quer. Mindestens acht Tage vor der Aussaat sollten Sie den Boden düngen, damit die Saat gut gedeihen kann. Bringen Sie das Saatgut mit einem Streuwagen auf den Boden und harken Sie die Grassamen vorsichtig ein. Dann drücken Sie die Samen entweder mit der Gartenwalze oder mit Trittbrettern ein. Der Tipp vom Profi: Die Aussaat wird ebenmäßiger, wenn Sie dem Saatgut feinen Sand beigeben.

Achten Sie darauf, dass der Boden immer feucht bleibt. Mit einem Regner erzielen Sie ein besonders ebenmäßiges Ergebnis. Da bei Sonneneinstrahlung zu viel Wasser durch Verdunstung verloren geht, sollten Sie die Fläche immer erst am frühen Abend beregnen. Zum ersten Mal gemäht wird erst, wenn die Halme zwischen acht und zehn Zentimetern hoch sind.

Rasen ausbessern

Bessern Sie beschädigte Stellen durch Frost oder starke Beanspruchung schnell aus. Andernfalls können kahle Stellen oder Vertiefungen im Rasen entstehen.

Sind die Lücken im Rasen eher klein, benötigen Sie weder Streuwagen noch motorisierte Geräte. Streuen Sie bei Windstille oder in Windrichtung das Saatgut einfach per Hand auf die kahlen Stellen.

Tipp: Eine geeignete Streudose hilft beim Nachsäen.

Sattes Grün will regelmäßig geschnitten werden

Häufiges Begehen beeinträchtigt die Rasenfläche. Nutzen Sie daher die Zeit von März bis Oktober, in der sich der Rasen im Wachstum befindet, um ihn mindestens einmal wöchentlich gründlich zu mähen. So können sich Seitentriebe bilden, der Rasen wirkt ebenmäßiger, wird dichter und belastbarer. Mähen Sie den Rasen nur in trockenem Zustand und mit scharfen Messerklingen, um ein gleichmäßiges und ansehnliches Ergebnis zu erzielen.

Auch wenn mal ein wenig Zeit seit dem letzten Schnitt verstrichen ist: Schneiden Sie hoch gewachsenen Rasen nicht übermäßig zurück. Sonst riskieren Sie Kahlstellen am Boden. Besser ist ein Stufenschnitt. Das heißt, Sie mähen erst ein Drittel der Graslänge und wiederholen den Schnitt einige Tage später noch einmal.

Welcher Mäher für welche Rasenfläche?

Wählen Sie den richtigen Mäher nach Ihren persönlichen Bedürfnissen. Lesen Sie hier die Unterschiede der einzelnen Typen.

Spindel- bzw. Walzenmäher

Mit diesen Mäher-Typen können Sie Ihren Rasen besonders gleichmäßig und genau schneiden. Damit sind sie ideal für einen maßgeschnittenen Zierrasen. Die zwei Messer arbeiten wie eine Schere. Sie sind auf einer Spindel oder auf einer Walze angebracht. Spindel- bzw. Walzenmäher sind die ideale Wahl für Zierrasen.

Sichelmäher

Sichelmäher werden am häufigsten eingesetzt. Ihre schnell rotierenden Messer mähen heute Freizeit-, Spiel- und Familiengärten, aber auch Ziergärten.

Mulch- bzw. Pflegemäher

Sie arbeiten entweder wie Spindel- bzw. Walzenmäher oder wie Sichelmäher. Letztere zerstückeln die Halme mithilfe eines Luftstromsystems. Sie bleiben als Mulch auf dem Boden liegen. Mulchmähen sollten Sie bis zu zweimal pro Woche durchführen. Dann ist der Rasenschnitt, der auf den Boden fällt, geringer und kann besser wiederverwertet werden.

Sechs Richtige für einen vollendeten Rasen

Schön, wenn der Mittelpunkt in Ihrem Garten die ganze Saison über gesund und kräftig ist. Wir verraten Ihnen, mit welchen Maßnahmen sie sich lange an Ihrem Rasen erfreuen können.

1. Moos und Pflanzenreste verdrängen den Rasen. Vertikutieren macht ihn stark.

Wenn es an Luft- und Wasserzufuhr mangelt, bildet sich mit der Zeit eine Schicht aus Moos und abgestorbenen Pflanzenresten. Vertikutieren Sie Ihren Rasen deshalb im Frühling sowohl längs als auch quer mit einem Vertikutierrechen. Bei größeren Rasenflächen empfiehlt sich ein Elektrovertikutierer, da die Messer leicht und ebenmäßig in den Wurzelbereich greifen und ihn optimal belüften. So erhält Ihr Rasen wieder genügend Sauerstoff, Wasser und Nährstoffe.

2. Zuviel Wasser ertränkt den Rasen. Darum kräftig durchlüften.

Wenn Stellen im Rasen feucht sind, kann es daran liegen, dass Wasser durch zu dichten Boden nicht abfließen kann. Bei einer tief liegenden Wassersperre sollten Sie mit einer geeigneten Walze 6-8 cm tiefe Löcher in den Boden walzen. Das so genannte „aerifizieren“ sorgt wieder für eine optimale Durchlüftung des Rasens.

3. Auch Rasen wird älter. Optimale Ernährung hält ihn fit.

Damit Ihr Rasen gesund und widerstandsfähig bleibt, sollten Sie ihn regelmäßig düngen. Am besten eignet sich ein mineralischer Langzeitdünger, der kontinuierlich Nährstoffe an den Rasen abgibt.

4. Lichte Stellen wirken unschön. Eine Nachsaat schafft Abhilfe.

Wenn der Rasen dünne Stellen zeigt, ist es Zeit für eine Nachsaat. Auch mit wachstumsfördernden Startdüngern erholt sich Ihr Rasen schnell wieder.

5. Rasen wächst bis in den Herbst hinein. Mähen Sie ihn regelmäßig, aber nicht zu kurz.

Mähen Sie nicht, bevor die ersten Halme fünf bis sechs Zentimeter hoch sind. Einmal pro Woche sollte er dann gemäht werden. Achten Sie auf eine Schnitthöhe von mindestens vier bis fünf Zentimetern. Ist es sehr trocken oder liegt Ihr Rasen im Schatten lassen Sie besser fünf bis sechs Zentimeter stehen. Denn sonst kann der Rasen nicht nachwachsen. Bei dieser Länge können sich Seitentriebe entwickeln, die den Rasen dichter und belastbarer machen. Er wirkt ebenmäßiger.

6. Trockenheit ist Gift für Ihren Rasen. Geben Sie ihm ausreichend Wasser.

Sorgen Sie wöchentlich, besonders im Sommer, für eine optimale Bewässerung. Ohne Regen benötigt Ihr Rasen zwei bis dreimal ausreichend Wasser. Bewässern Sie ihn am besten in den Morgen- oder Abendstunden, dann ist die Verdunstungsgefahr am geringsten.

Sie werden sehen: Mit diesen Tipps können Sie sich lange an ihrem kräftigen gesunden Garten erfreuen.