Fenster einbauen

Fenster sind Bauelemente, die vor allem mit der Architektur des Hauses harmonieren sollten. Ebenso sollten funktionelle Eigenschaften wie Lärmschutz, Schutz vor Zugluft und Kälte berücksichtigt werden. Einbautipps erhalten Sie in dieser Anleitung.  

Die Werkzeuge

  1. Holzkeile (6 Stück pro Fenster)
  2. Kanthölzer und Distanzklötze
  3. Zollstock
  4. Bohrmaschine
  5. Montageschaum
  6. Wasserwaage

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Wartung und Pflege

Entfernen Sie bei Kunststoff-Fenstern die Schutzfolie auf den Profilen unmittelbar nach dem Einbau. Verschmutzungen können mit gebräuchlichen Spül- und Reinigungsmittellösungen schnell und problemlos entfernt werden. Ein gelegentliches Nachölen der beweglichen Teile sorgt für eine leichte und dauerhafte Gängigkeit des Fensters.

Hier die wichtigsten Begriffe rund ums Fenster

Fenster werden nach ihrer Funktionsweise unterschieden. Je nach Einsatzbereich, Größe und persönlicher Vorliebe können verschiedene Öffnungsarten verwendet werden:

  1. Drehflügel-Fenster
  2. Kippflügel-Fenster
  3. Zweiflügeliges Fenster mit jeweils Dreh- und Kippmöglichkeit
  4. Schwingflügelfenster
  5. Festverglastes Fenster mit Flügelrahmen
 

Rahmenmaterialien im Vergleich

Fenster aus Kunststoff:

Am häufigsten wird der Fensterrahmenwerkstoff Poly-Vinyl-Chlorid-hart (PVC-hart) verwendet. Er ist recycelbar, pflegeleicht, witterungsbeständig und besitzt eine lange Lebensdauer. Dank der speziellen Mehrkammer-Konstruktion ist ihre Schall und Wärmedämmung ausgezeichnet. Alle Glasarten sind einsetzbar.

Pflege: nur Wasser mit mildem Reinigungsmittel.

 

Fenster aus Holz:

Häufig aus Fichte, Lärche, Hemlock oder Eiche. Da Holz ein natürlich gewachsener Werkstoff ist, bedarf es einer gewissen

Pflege: ein Schutzanstrich gegen Feuchtigkeit und Pilze ist in regelmäßigen Abständen notwendig. Gute Wärmedämmeigenschaften, langlebig, stabil und umweltfreundlich. Alle Arten von Gläsern sind einsetzbar. Allerdings teurer und pflegebedürftig

Pflege: keine scheuernden Reinigungsmittel verwenden.

 

Fenster aus Aluminium:

Vor allem in Industrie- und Bürogebäuden; sie sind stark korrosionsbeständig, dauerhaft farbecht und leichtgewichtig. Die Oberflächen sind in der Regel eloxiert oder mit einer Einbrennlackierung beschichtet.

Pflege: Wasser mit alkalifreien Putzmitteln; Eloxalpflegemittel zur Glanzauffrischung.

 

Fenster aus Holz- und Aluminium

Langlebige Materialkombination; durch das Aluminium außen robust und pflegearm, innen mit Holz behaglich und natürlich. Gute Wärmedämmeigenschaften, aber auch am teuersten.

 

Fenstermontage

Für das benötigte Fenstermaß müssen alle in Frage kommenden Fensteröffnungen jeweils an zwei Stellen ausgemessen werden. Ziehen Sie dann von der Höhe und Breite der Öffnung jeweils 4 cm ab. Diesen Raum benötigen Sie zum Befestigen und Ausrichten.   Befestigen Sie zuerst die Olive am Fenster und die Bänder jeweils am Blendrahmen und am Fensterblatt.
 
 
Nun den Fensterflügel aus dem Blendrahmen aushängen. Hierzu wird der Dorn an den Bändern herausgeschlagen. (Achtung: diese Arbeit am besten zu zweit vornehmen!). Arbeiten Sie beim Einbau stets nur mit dem leeren und leichteren Rahmen.   Nun den Fensterrahmen auf zwei Trageklötze in die Maueröffnung stellen und mit Holzkeilen fixieren. Mit der Wasserwaage nach allen Seiten hin ausrichten.
 
Der Fensterflügel kann nun probeweise eingehängt werden, um die einwandfreie Funktion des Flügels zu prüfen (öffnen, kippen, schließen).   Bei der Befestigung mit Laschen: Nachdem das Fenster verkeilt und ausgerichtet wurde, die Befestigungslaschen am Mauerwerk andübeln.
 
Bei der Befestigung durch den Rahmen:
Je nach Fenstergröße werden seitlich 2-3 Löcher und oben und unten 1-3 Löcher im Dübeldurchmesser in den Blendrahmen gebohrt. (Verwenden Sie bei Kunststofffenstern einen Metallbohrer). Anschließend mit einem langen Steinbohrer weiter ins Mauerwerk bohren.
  Danach werden die Rahmendübel eingesetzt und der Rahmen mit dem Mauerwerk verschraubt. Um ein Überspannen des Rahmens zu vermeiden, empfiehlt sich eine Verschraubung per Hand.
 
Zwischenräume zwischen Mauerwerk & Blendrahmen mit 2-Komponenten Montageschaum füllen. Reste vom Schaum abschneiden. Nach Aushärten des Schaumes können die Keile entfernt werden. Die unteren Trageklötze verbleiben in der Anschlussfuge und verhindern das "Setzen" des Fensters.   Anschließend können Sie die Anschlussfugen innen und außen mit Silikon abdichten.
 
Für einen perfekten Abschluß, Silikon glattstreichen. Dafür den Daumen mit Spühlmittel befeuchten.   Selbstklebende Schaumstoffdichtung in unterschiedlichen Stärken können im Fensterfalz angeklebt werden.