Laminat verlegen

Träumen Sie von dem warmen Wohngefühl edler, natürlicher Parkettboden? Mit unseren Profitipps machen wir das Verlegen zum echten Vergnügen!

Das brauchen Sie:

  1. Parkett oder Laminat
  2. PE-Folie
  3. Trittschalldämmung
  4. Keile
  5. Stahlnägel oder Leim
  6. Sockelleisten
  7. Innen-und Außenecken
  8. Zugeisen
  9. Gehrungslade und -säge
  10. Schlagklotz
  11. Schlagschnur
  12. Hammer
  13. Fuchsschwanz
  14. Spanngurt
  15. Stichsäge
  16. Spachtel
  17. Winkel

Profitipps

Laminat oder Parkett?

Laminat ist auf einer Reihe von Untergründen schnell und einfach zu verlegen und verfügt über eine beinahe unbegrenzte Design-Vielfalt. Darüber hinaus sind Laminatböden besonders hygienisch und pflegeleicht, belastbar und langlebig (selbst Stuhlrollen und Zigarettenglut hinterlassen keine bleibenden Spuren). Durch die geringe Aufbauhöhe ist Laminat oft die ideale Wahl für eine Renovierung und Modernisierung.

Parkett verleiht den Räumen eine warme Atmosphäre, wie sie nur Natur-Material schaffen kann. Durch verschiedene Hölzer, Oberflächenbehandlungen und Verlegearten passt es sich optimal an Ihre Ansprüche an und ist bei entsprechender Pflege Jahrzehnte haltbar. Durch Gebrauchsspuren wird es oft noch schöner, lässt sich für einen frischen Look aber auch problemlos abschleifen und neu versiegeln.

Welche Farbe?
Der Farbton des Fußbodens, vor allem seine Helligkeit, bestimmt maßgeblich den Charakter eines Raumes. Dunklere Töne absorbieren das Licht und lassen Räume kompakter wirken. Hellere Töne reflektieren das Licht und lassen Räume offen und weit erscheinen. Nutzen Sie im Vorfeld gerne unseren Musterservice.

 

Welche Struktur?
Ob Echtholz-Parkett oder Laminatböden, die verschiedenen Dekore unterscheiden sich nicht nur durch ihre Farben, sondern auch durch verschiedene Maserungen und Strukturen. Stark ausgeprägte Strukturen sorgen mit ihren starken Farbunterschieden für ein lebendiges Raumbild. Gleichmäßige Strukturen schaffen eine ruhige Atmosphäre.


Gebürstete Struktur

Seidenmatte Struktur
 
Lackversiegelte Struktur

Natur geölte Struktur

Steinstruktur
 
Holzstruktur

Welches Format?
Die Länge und Breite der einzelnen Hölzer verändert die Gesamtoptik des Parkett-oder Laminatfußbodens. Schiffsboden 2-Stab verbreitet ein klassisches, edles Ambiente. Schiffsboden 3-Stab bietet den größten Spielraum, verschiedene Muster zu erstellen, z.B. Fischgrät-, Zopf-oder Würfel-Optik. Landhausdielen 1-Stab sorgen durch das großflächige Holzdekor für einen naturnahen, charakteristischen Look. Fliesenoptik wirkt modern und eignet sich besonders für ausgefallene Dekore.


Schiffsboden 2-Stab
 
Schiffsboden 3-Stab
 
Landhausdielen 1-Stab
 
Fliesenoptik

Quer, längs oder diagonal?

Quer verlegte Böden lassen den Raum eher breiter erscheinen. Längs verlegte Böden verlängern den Raum optisch. Eine diagonale Verlegerichtung lenkt den Blick auf den Boden und ist damit für ein auffälliges Design ideal. Ein Laminatfußboden wirkt am besten, wenn die Paneele parallel zum Lichteinfall verlegt werden. Eine verbindliche Vorgabe für die Verlegerichtung besteht jedoch nur bei Dielenboden als Verlegeuntergrund- hier muss quer zur Dielung verlegt werden. Rechnen Sie ca. 10% Verschnittmenge zu Ihrer benötigten Raumgröße hinzu.


quer
 
diagonal
 
längs

Allgemeine Info

  • Der Verlegeuntergrund muss trocken, eben, fest und sauber sein.
  • Vorhandene Teppichböden stellen keinen geeigneten Verlegeuntergrund dar und müssen vor der Verlegung entfernt werden.
  • Auf allen Estrichen (ausgenommen Gussasphalt) und mineralischen Untergründen muss, vor dem Anbringen einer Dämmunterlage eine Dampfsperre vollflächig und wannenförmig ausgelegt werden.
  • Aufbringung einer Dämmunterlage wird immer empfohlen.
  • An allen Türdurchgängen, Verwinkelungen, sowie Raum größen von mehr als 8.0 m Länge oder Breite müssen Bewegungsfugen/- Profile installiert werden.
  • Wenn Sie eine Fußbodenheizung haben, verwenden Sie dafür auch den geeigneten Bodenbelag.
  • Durch Klicksysteme verkürzt sich die Verlegezeit deutlich.

 

Verlegung

  1. Beginnen Sie die Verlegung der ersten Reihe in einer linken Raumecke. Die Nutzseite soll hierbei zur Wandseite zeigen und muss je nach System vorher abgesägt werden. Bei Beginn der Verlegung montieren Sie ebenfalls die Abstandshalter zur Wand, um die notwendige Dehnfuge einzuhalten.
  2. Die Paneele der ersten Reihe werden durch leichtes Klopfen mittels Schlagklotz und Hammer zusammengefügt. Das letzte Element der ersten Reihe wird auf die erforderliche Länge abgesägt, mit einem Zugeisen in Position gebracht und verkeilt.
  3. Bei Wänden, die nicht gerade verlaufen, übertragen Sie nun den Wandverlauf auf die erste Paneelreihe, ziehen die einzelnen Paneele wieder auseinander, sägen dieses mit einer Stichsäge nach und fügen die erste Paneelreihe wieder zusammen.
  4. Beginnen Sie die Verlegung der 2. Reihe mit dem Restpaneel der 1. Reihe. Hierbei muss der Abschnitt eine Mindestlänge von 20 cm haben, da sonst keine ausreichende Festigkeit im Bereich der Querfugen erfolgt. Abstandhalter anlegen, die Paneele so dicht wie möglich an die erste Reihe führen und durch leichtes Klopfen zusammenfügen.
  5. Jetzt wird das 2. Paneel der 2. Reihe angesetzt und durch leichtes Klopfen mit Hammer und Schlagklotz zusammengefügt. Beginnen Sie hierbei damit, erst die Querseite und dann die Längsseite zu schließen.
  6. Verlegen Sie nun Reihe für Reihe und setzen das letzte Element jeweils mit einem Zugeisen ein und verkeilen es dann. Sollten nach Verlegung der 3. Reihe noch offene Fugen sichtbar sein, können Sie nun die gesamte Fläche mit Spanngurten nachspannen und an den Reihenenden in Richtung der Querfuge mit dem Zugeisen nachziehen.
  7. Um die letzte Paneelreihe auf Breite zu sägen, legen Sie das einzubauende Paneel exakt auf die vorletzte Reihe. Mit einem Paneelrest (Paneelbreite + Dehnfuge) kann nun die Breite und Wandkontur auf das Paneel übertragen und mit einer Stichsäge zugeschnitten werden.
  8. Nach Beendigung der Verlegung werden alle Keile und Abstandhalter entfernt.

Die richtige Pflege

Der gröbste Schmutz wird schon durch angemessene Türmatten abgehalten. Bei den restlichen Verschmutzungen hilft einfaches Absaugen mit dem Bürstenaufsatz Ihres Staubsaugers. Je nach Nutzungs- und Verschmutzungsgrad sollten Sie in regelmäßigen Abständen den Boden mit einem angefeuchteten Tuch wischen. Dabei ist darauf zu achten, dass auch die Fasern in Längsrichtung gereinigt werden. Bei hartnäckigen Flecken wie Kaffee-, Tee-, Limonade-, Obst- oder Milchflecken genügt lauwarmes Wasser und gegebenenfalls haushaltsüblicher Essigreiniger. Farbe, Lippenstift, Tusche, Teer usw. lassen sich problemlos mit einem handelsüblichen saugfähigen Tuch und einem geeigneten Universalreiniger entfernen. Wichtig: Fläche anschließend mit Wasser neutralisieren. Stehende Feuchtigkeit sollte immer umgehend entfernt werden. Bringen Sie zum Schutz Filzgleiter unter Stuhl- und Tischbeinen an und verwenden Sie weiche Möbelrollen (Typ W). Beim Möbel umstellen sollten Sie immer darauf achten, diese nicht über den Belag zu schieben. Verwenden Sie in keinem Fall einen Dampfreiniger zur Reinigung.